Regulierungsspirale am Berliner Wohnungsmarkt?

Im Mai 2018 wurde auf dem Gewerbeinvestmentmarkt mit 3,473 Mrd. Euro ähnlich viel umgesetzt wie im Vormonat. Zwar steigen die Risiken für die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft angesichts des sich anbahnenden Handelskonflikts zwischen den USA und der EU, am Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien haben diese Ereignisse bislang jedoch noch keine Spuren hinterlassen können. Langfristig könnte sich die US-Handelspolitik allerdings durchaus als Schwarzer Schwan für den deutschen Immobilienmarkt erweisen.

Ohnehin agieren die meisten Investoren weiterhin recht risikoavers. So erfuhren vor allem die Top-7-Städte eine steigende Investmentaktivität. Die Zahl der Transaktionen ist hingegen seit einem Jahr rückläufig. Dies spricht dafür, dass Investoren hinsichtlich der Standorte kaum zu Kompromissen bereit sind. Großvolumige Objekte in etablierten Lagen dürften daher auch in den nächsten Monaten die am stärksten nachgefragten Produkte in allen Nutzungsarten sein. So fanden auch die Top-Transaktionen im Mai in den Metropolen statt: Der Verkauf des 40.500 m² großen Gallileo-Hochhauses in Frankfurt a. M. von der Triuva Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH an CapitaLand Limited für rund 356 Mio. Euro und das Hilton Berlin, das für rund 297 Mio. Euro an Aroundtown veräußert wurde.

Wohninvestmentmarkt

Am Wohninvestmentmarkt wurden im Mai 1,026 Mrd. Euro umgesetzt. Damit hat sich das Transaktionsvolumen im Vergleich zum Vormonat verdoppelt. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden damit insgesamt Wohnimmobilien für fast 6,7 Mrd. Euro gehandelt. Im aktuellen Marktzyklus ist dies der zweithöchste Wert zu diesem Zeitpunkt des Jahres. Trotz rekordhoher Durchschnittspreise war jüngst auch der Private-Equity-Investor Blackstone wieder auf Käuferseite aktiv. Dies kann als Indiz gewertet werden, dass internationale Investoren nach wie vor deutliche Wertsteigerungspotenziale am hiesigen Wohnungsmarkt sehen.

Berlin ist weiterhin der mit Abstand umsatzstärkste Investmentstandort. Fast ein Viertel des Transaktionsvolumens entfiel in den letzten zwölf Monaten auf die Hauptstadt. In den Bezirken der Spreemetropole ist derweil eine zunehmende Regulierungsdynamik festzustellen, was sich beispielsweise an der steigenden Zahl wahrgenommener Vorkaufsrechte zeigt. Dies könnte zur weiteren Anspannung des freien Wohnungsmarktes beitragen.

 

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Bildnachweis: Savills, iStock

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