5G-Standard mit Hilfe der Wohnungswirtschaft

Um die flächendeckenden Grundlagen für den neuen Kommunikationsstandard 5G zu schaffen, besteht in der Bundesrepublik noch großer Handlungsbedarf. Denn nicht nur in Sachen Breitbandanbindung hinkt Deutschland den weltweiten Trendsettern deutlich hinterher. Doch die Wohnungswirtschaft kann einen aktiven Beitrag dazu leisten, den Digitalisierungsstandort Deutschland fit für die Zukunft zu machen.

Um eine flächendeckende Versorgung mit dem neuen Kommunikationsstandard 5G zu erreichen, müssen zum einen der Ausbau mit Glasfasernetzen und zum anderen der Aufbau einer entsprechenden 5G-Infrastruktur vorangetrieben werden. Insbesondere im Bereich der Glasfaseranbindung nimmt Deutschland derzeit im internationalen Vergleich bestenfalls eine mittelmäßige Position ein: Nach einem Rankingvergleich des FTTH-Councils aus dem Jahr 2019, rangiert Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz 30. In Relation verfügen hierzulande weniger Haushalte über einen Zugang zu schnellen Glasfaseranschlüssen als in Polen oder Rumänien. Um den bundesweiten Glasfaserausbau zielgerichtet voranzutreiben, wurde von Bund und EU-Kommission kürzlich die sogenannte „Gigabit-Richtlinie“ verabschiedet. Hierdurch darf der Bund den Ausbau von Gigabit-Netzen künftig deutlich stärker mit Steuergeld fördern.

Auch in der Wohnungswirtschaft wird eine schnelle und zuverlässige Internetanbindung ebenso wie ein Glasfaseranschlusses zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. So existieren bereits erste Quartierskonzepte, die den Weg in die Zukunft weisen: In beispielhaften Modelquartieren versorgen unterschiedliche Unternehmen die Bewohner bereits mit Strom, Wärme, Glasfaser und Mobilitätslösungen. Diese neuen Konzepte für Wohn- und Arbeitsquartiere bauen unter anderem auf eine exzellente Versorgung mit neuen Medien. Glasfasernetze bis in die Wohnungen sind hier genauso vorhanden, wie die E-Ladesäule vor der Haustür. Solche Modelle sind vorbildhaft für die Wohnquartiere der Zukunft.

Eine weitere Voraussetzung für die erfolgreiche und flächendeckende Etablierung des 5G-Standards in Deutschland ist die notwendige Infrastruktur – hierzu zählen in erster Linie die zusätzlich erforderlichen Antennen- und Sendemasten. Neben der Entwicklung vorbildlicher und zukunftsgerichteter Quartiere, welche die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des neuen Kommunikationsstandards demonstrieren, können Immobilienunternehmen auch hier entscheidende Impulse setzen. Dafür muss bei Eigentümern und Mietern aktiv für die Akzeptanz der Sendemasten geworben werden. Zahlreiche Studien renommierter Institute (unter anderem der Stiftung Warentest) belegen deren gesundheitliche Unbedenklichkeit. Des Weiteren sollte die Wohnungswirtschaft freistehende Gebäude- oder Dachflächen mietweise für die Errichtung von Sendemasten zur Verfügung stellen. Damit wäre ein weiterer großer Schritt in Richtung digitale Konkurrenzfähigkeit der Bundesrepublik getan.

Fachliche Unterstützung zur Förderung des 5G-Standards erhalten Interessierte und Führungskräfte der Wohnungswirtschaft unter anderem von glaas5 Gesellschaft für Glasfasernetze und 5G (glaas5.de), die Immobilienunternehmen sachkundig zu diesem Thema informiert.

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