Analoges Kabelfernsehen wird abgeschaltet

Die analoge Abschaltung des Kabel-TV Signals wird 2018 in 13 Bundesländern umgesetzt. Medienanstalten und Netzbetreiber treiben den Abschaltprozess voran.

Nach der erfolgreichen Abschaltung des analogen Kabelempfangs in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen im Jahr 2017 werden bis Ende 2018 auch die Haushalte in den verbleibenden Bundesländern in Zukunft nur noch digitale Fernsehsignale empfangen. Zum einen sorgen gesetzliche Grundlagen für eine Abschaltung, zum anderen sind sich Medienanstalten und die großen Netzbetreiber einig, eine Abschaltung in diesem Jahr vorzunehmen.

Im Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten wurde bereits im vergangenen September eine digitale TV-Nutzung von annähernd 90 Prozent festgestellt. Zudem verfügen die meisten Haushalte bereits über die notwendige technische Ausstattung wie beispielsweise einen Flachbildschirm mit SmartTV oder einen geeigneten Receiver.
Erste Testprojekte vom größten Kabelanbieter Vodafone wurden zudem bereits erfolgreich Anfang des Jahres in Bayern umgesetzt.

Also, alles kein Problem?

Wie immer liegt der Teufel im Detail! Ziel der analogen Abschaltung ist es, in den Netzen mehr Bandbreite unter anderem für HDTV (hochauflösendes Fernsehen) und Internet zu gewinnen. Gleichzeitig erfolgt mit der nur noch digitalen Verbreitung von Hörfunk und Fernsehen eine Umbelegung von Sendern, um der erhöhten Belastung der Netze durch die gestiegene Nachfrage nach Breitband-Internet in anderen Frequenzbereichen gerecht zu werden.

Nicht alle Hausverteilanlagen werden dem gewachsen sein – war bisher ein Empfang des analogen Signals noch einigermaßen möglich, kann die digitale Signalzuführung dazu führen, dass die Hausnetze oder der jeweilige Wohnungsanschluss die höheren Anforderungen nicht mehr bewältigen. „Null“ oder „Eins“ heißt die Devise, wobei „Null“ hier für einen schwarzen Bildschirm steht! Aber auch die vorhandenen Fernsehgeräte und Hörfunkempfänger müssen in der Lage sein, die digitalen Signale verarbeiten zu können. Entweder hat das jeweilige Gerät einen DVB-C (DigitalVideo Broadcast-Tuner) oder auch hier bleibt der Bildschirm schwarz und das Radio stumm. Abhilfe kann hier ein entsprechender Receiver bieten.

Sind Sie als Wohnungsunternehmen darauf vorbereitet?

Es macht auf jeden Fall Sinn, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Bundesweit tätige Beratungsunternehmen wie DSC Dietmar Schickel Consulting sind verstärkt zu diesem Thema tätig. Mit einer kurzen Checkliste kann jeder die wichtigsten Voraussetzungen für einen reibungslosen Abschaltungsprozess, auch für seine Liegenschaften, prüfen. Die Checkliste kann kostenfrei unter info@schickel.de, Stichwort: „Analoge Abschaltung“, angefordert werden.

Fotonachweis: adobe.com / DSC Dietmar Schickel Consulting

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