„Moderner Stammtisch, der vernetzt, informiert und zusammenbringt“

In der Würzburger Residenz, der „einheitlichsten und außergewöhnlichsten aller Barockschlösser“ – so die Begründung der UNESCO zur Aufnahme ins Welterbe – fand der erste ImmobilienDIALOG Unterfrankens statt. Der BFW Bayern lud gemeinsam mit dem BFW Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Buderus am 9. November 2017 zum ImmobilienDIALOG Würzburg ein.

Ein besonderes Erlebnis war für viele Teilnehmer das Durchschreiten des großen Treppenhauses der Residenz mit der Betrachtung des Deckenfreskos. Es ist das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt, das die vier Kontinente Europa, Afrika, Amerika und Asien darstellt. Weniger international geprägt aber mit Bezug zur kommunalen Ebene stellte der Dialog die aktuell wichtigen Themen der lokalen Immobilienbranche in den Mittelpunkt. Denn „die Etablierung eines lokalen, modernen Stammtischs, der vernetzt, informiert und zusammenbringt, ist grundlegend, um die Herausforderungen unserer Mitglieder an die Politik zu tragen“, so Patrick Slapal, Geschäftsführer des BFW Bayern zur Eröffnung des Dialogs.

Einen Überblick über die Abnahme von Gemeinschaftseigentum erhielten die Teilnehmer von RA Hans-Ulrich Niepmann, Verbandsanwalt des BFW Bundesverbands. Als Mitglied der Experten-Arbeitsgruppe beim Bundesjustizministerium zum Bauträgerrecht konnte er direkten Bezug zur aktuellen Rechtsprechung nehmen und seine Einschätzung abgeben.

Die Themen der Würzburger Immobilienwirtschaft wurden in einer Diskussionsrunde, geführt von Guido Rasche, Buderus, mit Prof. Christian Baumgart, Stadtrat und Stadtbaurat der Stadt Würzburg, Niko Rotschedl, Geschäftsführer der Beethoven Development GmbH sowie mit Michael Lowak, Vorstand GETEC Wärme & Effizienz GmbH, erörtert. Prof. Baumgart betonte, dass die Stadt Würzburg bereits sehr viele Wohnungen gebaut habe, in der die Möglichkeiten der E-Mobilität bereits mit berücksichtigt wurden. Gemeinsam mit der Stadt entwickelt die Beethoven Development GmbH ein großes Areal, das nicht nur wirtschaftlich sondern auch technisch den aktuellen Anforderungen des Marktes angepasst werden müsse. Um sich diesen Herausforderungen stellen zu können, „sind frühzeitiges Mitdenken sowie ein integrierter gemeinsamer Ansatz sehr wichtig“, so Rotschedl.

Dass die E-Mobilität vor allem in der technischen Umsetzung noch große Lücken hat, zeigte Prof. Thomas Giel der Hochschule Mainz auf. Elektroautos sind bereits seit längerem auf dem Markt, doch es fehlen vielerorts die Ladestationen – insbesondere in den Wohnungseinheiten. Um diese technischen Probleme zu lösen, schlägt er vor, Mieterstrommodelle mit der E-Mobilität zu vereinen. Michael Lowak, Vorstand der GETEC Wärme & Effizienz GmbH, ist der festen Überzeugung, dass „das stärkere Zusammenwachsen der Immobilien- und Energiebranche unumgänglich ist, denn über 40 Prozent der Energie wird in Gewerbe- und Wohnimmobilien verbraucht“. Wieviel Energie jährlich in der Würzburger Residenz verbraucht wird, konnten die Teilnehmer nicht ausfindig machen, doch mit einer Führung durch die Räumlichkeiten wurde schnell klar, dass die enormen Heizkosten der hohen Räume für die Fürstbischöfe des 18. Jahrhunderts kein Hindernis waren, dieses imposante Gebäude erbauen zu lassen. So wurde der Spiegelsaal, der durchgehend mit Spiegeln bestückt ist, nur deshalb gebaut, um hohen Besuch zu beeindrucken. Live-Musik und Flying Buffet rundeten das Programm ab.

Fotonachweis: BFW Bayern

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